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Corporate Weblogs - Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Kundendialog
abgelegt im Archiv Corporate Blogs von Falk Hedemann am 24.12.08
Immer mehr Unternehmen wagen mit einem Corporate Weblog den Schritt ins Web-2.0-Zeitalter und begeben sich damit auf brüchiges Eis. Schnell schiessen die firmeneigenen Autoren über das Ziel hinaus und das Vertrauen der Kunden ist für immer verloren.
Der Web-Stratege Jeremiah Owyang hat sich zu diesem Thema einmal Gedanken gemacht und heraus gekommen ist eine Art "Gesundheits-Check für Corporate Weblogs". In acht Schritten gibt er eine Anleitung für einen erfolgreichen Dialog mit den Kunden:

1. Schreibstil
Großartig: Ist ein persönlicher, menschlicher Stil.
Schlecht: Wäre dagegen ein Unternehmensstil.
Schrecklich: Reine Pressemitteilungen.

2. Inhalt
Großartig: Alles dreht sich um die Interessen der Kunden.
Gut: Alles dreht sich um Branchenthemen.
Schrecklich: Alles dreht sich um das Unternehmen.

3. Bescheidenheit
Großartig: Kritik und Bemängelungen werden zugelassen und offen und ehrlich beantwortet.
Gut: Diskussionen über Mängel werden zugelassen, Kritik aber verhindert.
Schlecht: Nur positive Diskussionen sind erlaubt.
Schrecklich: Keinerlei Diskussionen über Fehler sind erlaubt.

4. Verlinkung
Großartig: Links auch zu Konkurrenten und zu kritischen Diskussionen.
Gut: Links zu anderen Seiten auf denen die Themen diskutiert werden.
Schlecht: Die Verlinkung besteht zu 25 Prozent aus internen Links.
Schrecklich: Die Verlinkung besteht zu 50 Prozent aus internen Links.

5. Einbeziehung der Kunden
Großartig: Kunden können Beiträge als Gastautor schreiben.
Schlecht: Beiträge werden nur von Mitarbeitern geschrieben.

6. Dialog
Großartig: Kommentare sind erlaubt und werden sofort veröffentlicht.
Gut: Kommentare sind erlaubt und werden moderiert.
Schlecht: Nur Trackbacks sind möglich.
Schrecklich: Keine Kommentare erlaubt.

7. Kommentar-Moderation
Großartig: Kommentare sind erlaubt, auch wenn es sich um Meinungsverschiedenheiten handelt.
Schlecht: Negative Kommentare werden gelöscht oder verändert.
Schrecklich: Keine negativen Kommentare erlaubt.

8. Posting-Frequenz
Gut: Regelmäßige Beiträge, deren Anzahl sich am Markt orientiert.
Schlecht: Unregelmäßige Beiträge, die häufig mit einer Entschuldigung beginnen, dass nicht geschrieben wurde.
Schrecklich: Beiträge erscheinen nur um Produkte zu bewerben oder als Reaktionen auf die Konkurrenz.

Möchte sich ein Unternehmen über einen Corporate Weblog einen neuen Kommunikationskanal aufbauen, gilt es einige Regeln zu beachten. Wie auf jedem anderen Markt auch, kann man sich diesen Regeln nicht einfach entziehen - zumindest wenn man Erfolg haben will.

Gefunden bei Ethority.

Permalink: Corporate Weblogs - Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Kundendialog
Tags: Corporate  Weblogs  Kundendialog  Kundenbeziehung  Kommunikation  Web  2.0  Kommentare 
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