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von njco am 22.12.05

Die zukünftige Leiterin des ARD-Studios New York, Annette Dittert, ist dafür innerhalb eines Jahres rund um die Welt gereist. Entlang des Wendekreises des Krebses hat sie dabei auf Hawaii, in Mali, im indischen Kalkutta und in China Menschen getroffen, die auf der uralten Suche nach dem Glück sind. Die Fernsehschauer können Michelle, Diko, Hussein, Li und Jiang auf ihrem Weg begleiten und sich dabei selbst fragen, was für sie Glück bedeutet?
Aber nicht nur das: Der verantwortliche Sender, der Westdeutsche Rundfunk (WDR) in Köln, hat die Kasseler Agentur Machbar auch mit der Gestaltung einer begleitenden Website beauftragt.
Die ist alles andere geworden als nur eine Abbildung des Films im Medium Internet - auch wenn bei der Gestaltung der Website auf der besonderen Ästhetik der Bilder, Töne und Klänge der Filme aufgebaut wurde. "Das liegt daran, dass wir mit diesem Projekt eine ganz eigene Qualität von Unterhaltung und Wissensvermittlung aufbauen wollten", sagt Christian Hecker, Creative Director der Machbar GmbH. Dazu zählen länderspezifische Informationen zur Kultur, Wirtschaft und den Glücksauffassungen der Menschen auf den verschiedenen Stationen der Reisereportage.
Hecker: "Mehrere Flash-Animationen machen das für den Betrachter emotional erfahrbar und stellen praktisch das Bindeglied zwischen der TV-Sendung und den weiterführenden Informationen im Web dar." Entstanden ist so ein multimediales Projekt, das zum einen die Ästhetik des Films gekonnt in Bilder umsetzt, zum anderen aber auch den Zuschauer mit bewegten Bildern und Musik viel Spannendes und Wissenswertes erleben lässt.
Der Kasseler Dienstleister musste bei der Umsetzung hohe Ansprüche erfüllen: Nicht nur die Zuschauer und Internet-User sollten animiert werden, selbst über das Thema Glück nachzudenken. Auch gestalterisch waren viele Anforderungen zu berücksichtigen: Zum Beispiel der barrierearme Zugang zu den Inhalten der Seiten. Und das trotz des intensiven Einsatzes der animierten Flash-Filme.
"Viele Websites nehmen immer noch keine Rücksicht auf die besonderen Bedürfnisse von behinderten Menschen", weiß Christian Hecker. Sei es, dass Schriften und Grafiken für Sehbehinderte nicht lesbar oder Seiten ohne Maus und nur mit Tatstatur nicht aufzurufen oder nicht zu navigieren sind. Das wollten die Kasseler Kreativen anders machen und haben die hohen Ansprüche des WDR an die Barrierearmut gleichwohl optisch einladend umgesetzt. Trotz des anspruchvollen Layouts lassen sich zum Beispiel zusammen mit der Schrift auch die komplette Seite mit Grafiken und Bildern vergrößern und verkleinern.
Sämtliche Inhalte werden alternativ auch als aurale Version angeboten, so dass ein Screenreader sämtliche Texte für Sehbehinderte vorlesen kann. Beim "berfahren mit der Maus sind zu allen Bildern zusätzliche Beschreibungen erhältlich und alle Akronyme werden mit erklärenden Zusatzinformationen beschrieben. Auch beim Kontrastverhältnis von Hintergrund und Text wurde trotz der individuellen Farbverläufe auf eine gut lesbare Darstellung geachtet. Und nicht zuletzt können natürlich auch Nichtbehinderte zwischen der bewegten Flash- und einer statischen HTML-Variante wählen.
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Wong
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